Aus Videospielen lernen - Talentbäume

Vorteile strukturierter Bäume für Fähigkeiten

Die virtuelle Welt

Meine Gegner sind in Sichtweite. Ich bin nur ein Einzelner - doch sie sind hunderte. Meine Vorbereitungen sind nahezu komplett, ich war in der Lage die letzte Fähigkeit auf meinem Pfad zu erreichen, mich auf diesen Moment vorzubereiten.
Mein bis in die Lächerlichkeit mit Muskeln überzogener Barbar stürmt in den Kampf um dort angekommen wie ein Osterhase herumzuhüpfen. Überall wo er aufprallt entstehen Erdbeben - was für ein glorreicher Triumpf!

Wie schaffen es Videospiele mich bei der Stange zu halten, immer auf die nächste verfügbare Fähigkeit schielend?
Es gibt dafür eine Vielzahl von Gründen - aber eine der wir uns in diesem Artikel widmen wollen ist die Verwendung von Talentbäumen und wie man von diesem Konzept in der echten Welt profitieren kann.

 

Die echte Welt

Nehmen wir an es gäbe einen Job zur Ausschreibung, der künstlerische Fähigkeiten bei den BewerberInnen voraussetzt.
Die Job Beschreibung könnte wie folgt aussehen:

Künstler gesucht! Sie sollten sich bewerben wenn:

  • Sie ein Grundverständnis von Kunst haben
  • Diverse Formen zeichnen können (wie Kreise, Dreiecke, etc.)
  • In der Lage sind 3D Effekte auf die von Ihnen gezeichneten Formen anzuwenden
  • In der Lage sind Schatten auf die von Ihnen gezeichneten Formen anzuwenden
  • Sie Fähigkeiten im Bereich des perspektivischen Zeichnens haben
  • Sie Gebäude zeichnen können

Vergleichen wir diesen Ansatz mit der Präsentation der benötigten Fähigkeiten in Form eines Talentbaums.

Das sieht doch gleich viel übersichtlicher aus. Wir profitieren sofort von zusätzlicher Information, wie zB dem Umstand, dass die Fähigkeit Formen zu zeichnen (shapes) die Voraussetzung für das Zeichnen von Schatten (shadows) und 3D Effekten (3D effects) ist.

Um das volle Potential von Talentbäumen zu verstehen, müssen wir jedoch bedenken, dass das Erreichen eines bestimmten Ziels - wie die Qualifikation für eine freie Position - nicht an einen bestimmten Zeitpunkt gebunden ist.

1. Personen die nicht qualifiziert sind, könnten trotzdem bald qualifiziert sein

Stellen Sie sich vor Sie bieten eine offene Stelle an. Jetzt vergleichen Sie das Szenario einer Qualifikationsliste mit dem Szenario BewerberInnen einen Talentbaum anzubieten und sie eigene Fähigkeiten abhaken zu lassen.

Der Listenansatz schiebt die Qualifikationsevaluierung auf die Seite des/der BewerberIn und verhindert unter Umständen, dass sich Personen bewerben die sich selbst für "nicht gut genug" halten. Während manche KandidatInnen in ihrem Lebenslauf übertreiben werden, werden Sie von anderen nicht einmal kontaktiert. Sie glauben nicht daran, dass sie die Fähigkeiten mitbringen die Ihr Unternehmen braucht.

Bieten Sie den BewerberInnen jedoch einen Fähigkeitenbaum an, steht es Ihnen frei eine Anzahl von Fähigkeiten zu listen die nicht zwingend erforderlich sind. Sie informieren die KandidatInnen, dass Sie den verfügbaren Baum von unten nach oben durchgehen sollen und ihre Fähigkeiten entsprechend ankreuzen.

Letzten Endes stellen Sie eventuell jemanden an, der 83 % der notwendigen Fähigkeiten mitbringt und schon in kurzer Zeit können Sie diese Person durch entsprechende Schulungen im Regelbetrieb einsetzen.

2. Leicht zu erreichende Ziele setzen

Wir lieben kleine Erfolge. Ich habe eine Bekannte, die ein großer Fan von Checklisten ist. Üblicherweise startet Sie ihre Listen mit dem Eintrag "Checkliste erstellen" - um sofort etwas abhaken zu können.

Es empfiehlt sich dies auch Angestellten anzubieten. Den nächsten Karriereschritt zu erreichen kann in seiner Gesamtheit ein einschüchterndes Ziel darstellen und viele Angestellte beginnen vielleicht gar nicht sich dorthin zu entwickeln.
Ihnen einen Talentbaum anzubieten bedeutet, die Fortbildungserfahrung zu verbessern. Ein/e Künstler/in zu werden klingt nach einer großen Herausforderung - aber Formen zu zeichnen? Kein Problem. Nach diesem raschen Teilerfolg ist der/die Lernende jedoch vielleicht geneigt den nächsten Schritt zu gehen und Perspektiven zu Werken hinzuzufügen - es ist schließlich nur ein einfacher Schritt.

3. Erkennen welche Fähigkeiten für ein bestimmtes Ziel benötigt werden

Der Talentbaum kann auch von der anderen Seite betrachtet werden. Brauchen Sie jemanden der im nächsten Projekt Schatten zeichnet? "Dafür brauchen wir wohl noch einen Künstler" - nein, brauchen Sie nicht. Das ist auch einfach zu erkennen wenn man einen Blick auf den Baum wirft. (Juhu, was für ein kurzer Paragraph - das war ein leicht zu erreichendes Ziel)

 

Einen Talentbaum sofort einsetzen

Wenn Sie das Konzept ausprobieren wollen, schnappen Sie sich ein paar Post-Its und Kugelschreiber. (Wir haben selbst einmal so angefangen, bevor wir den Visual Skill Editor entwickelt haben, dessen Ergebnis man oben im Bild bewundern konnte)

Lassen Sie uns wissen welche Talentbäume sie gebaut haben und wie es Ihnen dabei ergangen ist.

Wenn Sie dabei gerne methodische und auch technische Unterstützung hätten:

Machen Sie einen persönlichen Termin mit uns aus

Als VertreterIn einer Bildungseinrichtung: Kontaktieren Sie den Verein Business Angels um mehr über die Möglichkeiten für Bildungsinstitute zu erfahren.

Das nächste Mal werden wir uns ansehen wie Sie die einzelnen Talente bzw. Kompetenzen ausformulieren können und warum Sie sich überlegen sollten ihre Mitarbeiter diese auf unterschiedlichen Wegen bestätigen zu lassen, anstatt Sie nur mit ja/nein abzuhaken.

Mehr Informationen finden Sie auf https://www.skilldisplay.biz/ (betrieben von der SkillDisplay GmbH für Firmenkunden) oder https://www.skilldisplay.eu/ (betrieben von der Non-Profit Organisation Business Angels zur Förderung der Bildung)

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