Die HTL Rennweg ist eine der modernsten und innovativsten Technikschulen Wiens – bekannt für exzellente Ausbildung in Informationstechnologie und Mechatronik. Mit topaktueller Ausstattung, engagierten Lehrkräften und zahlreichen Auszeichnungen bereitet sie ihre Schüler:innen optimal auf die Berufswelt und weiterführende Studien vor. Praxisnahe Projekte und erfolgreiche Teilnahmen an Wettbewerben machen den Unterricht lebendig und zukunftsorientiert.
Standort
Wien, Österreich
Lernende
700+
Lehrpersonen
100+
Die HTL Rennweg bietet ihren SchülerInnen attraktive Ausbildungszweige an. Im Ausbildungszweig Informationstechnologie wurde für den Schwerpunkt Webtechnologien im Rahmen der Teilnahme an einem Erasmus+ EU Projekt unter der Leitung von SkillDisplay gezielt daran gearbeitet Marktrelevanz der Ausbildung im Hinblick auf Zertifikate zu visualisieren und Stärken von SchülerInnen sichtbar zu machen.
Als erster Teilbereich wurden in Kooperation mit VertreterInnen des Content Management Systems TYPO3 Zertifikate auf Talentbäume aus verbundenen Skills mit klaren Lernzielen heruntergebrochen, und relevante Teilbereiche mit dem staatlich verordneten Lehrplan in Abstimmung gebracht.
Die so durch die Nutzung der SkillDisplay Methodologie entstandene Struktur steht nicht nur in Einklang mit deklarierten Zielen der EU zu Micro-Credentials (https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32022H0627(02)), sondern nimmt sich durch die Skill-Definition durch eine marktrelevante Zertifizierungsstelle (in diesem Fall TYPO3) einer der Schlüsselfragen im Hinblick auf Micro-Credentials und auf das zu wählende Ausmaß eines Micro-Credentials an. (vgl.: “Of course, for the purposes of interoperability, it is better if folks could agree on what credentials look like within a given community” - https://techcommunity.microsoft.com/blog/microsoft-security-blog/decentralized-identity-verifiable-credentials-deep-dive/3690641)
Staatliche Lehrpläne sind im allgemeinen für eine Vielzahl von Schulen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Anforderungen definiert. Während diese daher das größere Ausbildungsziel im Blickfeld haben, bleiben sie im Hinblick auf verwendete Technologien und Lehrmittel vage um den Schulen maximale Flexibilität zu ermöglichen.
Ein Auszug im Bereich Content Management Systeme liest sich wie folgt:
Bereich Webentwicklung
– Enterprise Content Management Systeme oder Backend-Systeme installieren, konfigurieren und administrieren.
(Lehrplan der höheren Lehranstalt für Informationstechnologie, BGBl. II - Ausgegeben am 2. Jänner 2023 - Nr. 2)
Das Durchforsten relevanter Kompetenzen aus Zertifikaten um dieser Definition zu genügen ist üblicherweise eine sehr langwierige und mühsame Arbeit für Lehrende. Im Fall TYPO3 CMS kamen für den Unterricht am ehesten der TYPO3 CMS Certified Editor, sowie der TYPO3 CMS Certified Integrator in Frage. Das vollständige Lehren aller Zertifikatsinhalte wäre jedoch für die Lehrplandefinition zu umfangreich gewesen und hätte zu viel Zeit benötigt.
Durch die Nutzung von SkillDisplay konnten Lehrende der HTL Rennweg:
Traditionelle Unterrichtsformen und Bewertungssysteme stossen hinsichtlich individueller Förderung, differenzierter Leistungsdarstellung und der Relevanz schulischer Inhalte für die Lebensrealität der Lernenden oftmals an ihre Grenzen. Die Berücksichtigung unterschiedlicher Lernvoraussetzungen und die Förderung von Motivation und Eigenverantwortung im Lernprozess bieten sich hier als Ziele an.
Im Rahmen dieses Bildungskonzepts wurde ein modular aufgebautes Lernsystem implementiert, das Schülerinnen und Schülern eine flexible und individualisierte Gestaltung ihres Lernwegs ermöglicht. Die Struktur unterscheidet zwischen sogenannten CORE- und ADVANCED-Aufgaben: CORE-Module definieren das grundlegende Lernziel und gelten bei erfolgreichem Abschluss als Nachweis für das Erreichen der geforderten Kompetenzen. Die ADVANCED-Module bieten darüber hinaus die Möglichkeit zur Notenverbesserung, wobei die Auswahl dieser Aufgaben auf persönlichen Interessen basiert. Dies schafft Anreize zur vertieften Auseinandersetzung mit spezifischen Themenfeldern und fördert individuelle Schwerpunktsetzungen im Lernprozess.
Ein wesentliches Merkmal des Systems ist die Erweiterung der klassischen Leistungsbewertung: Durch die Kombination von standardisierten Lernzielen (CORE) und individualisierten Vertiefungen (ADVANCED) entsteht die Grundlage für eine differenziertere Darstellung von Leistungen im Zeugnis. Darüber hinaus weisen viele Inhalte des Systems Zertifikatsrelevanz auf, was den SchülerInnen zusätzlich anerkannte Qualifikationen vermittelt, die über den schulischen Rahmen hinauswirken können.
Ein besonderes didaktisches Merkmal des Systems ist die Formulierung der Übungsaufgaben als User Stories, wie sie aus der agilen Projektarbeit bekannt sind. Dadurch wird nicht nur die Selbstorganisation gestärkt, sondern auch das Verständnis für iterative Lernprozesse und lösungsorientiertes Arbeiten gefördert – zentrale Kompetenzen für eine zunehmend dynamische und vernetzte Zukunft. Agile Prinzipien halten so Einzug in den Schulalltag und ermöglichen ein praxisnahes, motivierendes Lernen.
Nicht in allen Fachbereichen stehen zertifikatsbasierte Skills zur Verfügung, und nicht immer ist in Zertifikaten jeder zu vermittelnde Skill erfasst. Eine individuelle Formulierung von Kompetenzkriterien wird daher in den meisten Fällen bei umfangreicheren Lehrplänen früher oder später erforderlich.
In solchen Fällen haben Lehrkräfte an der HTL Rennweg die Möglichkeit genutzt, eigene Skills direkt in SkillDisplay zu definieren. Diese individuellen Kompetenzeinträge orientieren sich an den Anforderungen des Lehrplans sowie an konkreten Unterrichtsinhalten und ermöglichen eine gezielte Kompetenzdokumentation – auch außerhalb formalisierter Zertifikate.
Ein zentraler Vorteil dieser Vorgehensweise ist die abteilungsübergreifende Transparenz: Fachbereiche können jederzeit nachvollziehen, welche Kompetenzen in anderen Fächern bereits vermittelt wurden, welche Vorkenntnisse SchülerInnen mitbringen, wenn sie in den eigenen Unterricht wechseln, und wo möglicherweise noch Lücken bestehen, die geschlossen werden sollten. Das erleichtert nicht nur die Planung, sondern auch die Abstimmung innerhalb des Kollegiums.
Zudem trägt die Plattform aktiv zur Qualitätssicherung bei: Selbst erstellte Skills können bei Bedarf als „deprecated“ markiert werden, sobald sie durch aktualisierte Inhalte ersetzt werden müssen. So behalten Lehrende stets den Überblick über den aktuellen Stand der vermittelten Kompetenzen und stellen sicher, dass veraltete Inhalte nicht weiterverwendet werden – ein entscheidender Beitrag zur nachhaltigen und modernen Unterrichtsentwicklung.
Sie möchten Lehrpläne greifbar, transparent und zukunftsorientiert gestalten?
Gerne unterstützen wir Sie dabei, SkillDisplay in Ihrem Bildungsinstitut einzuführen – eine flexible Lösung, mit der sich individuelle Kompetenzmodelle, zertifikatsrelevante Inhalte und abteilungsübergreifende Transparenz einfach umsetzen lassen.
SkillDisplay wurde im Rahmen eines Erasmus+ EU-Programms weiterentwickelt und basiert auf einer Open-Source-Plattform. Aus diesem Grund stellen wir diese innovative Lösung Bildungsinstituten zur Verfügung, um die Qualität und Modernität der Bildung nachhaltig zu fördern – selbstverständlich unter Berücksichtigung der DSGVO.
Wenn Sie mehr erfahren möchten, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme.